Leserbrief

Arbeitslosigkeit ist Worst Case

Es macht für unselbstständige Erwerbstätige einen sehr großen Unterschied, ob sie in die Arbeitslose geschickt werden - sprich gekündigt werden - oder die Kurzarbeit in Anspruch nehmen können. Bei der Corona-Kurzarbeit verbleiben 80 bis 90% des bisherigen Lohns und bei Arbeitslosigkeit nur 55%!
Dieses Risiko von unselbstständig Erwerbstätigen sollte von staatlicher Seite klar wahrgenommen und beantwortet werden. Reine Empfehlungen, wie dieser Tage geschehen, sind dazu denkbar ungeeignet. Firmen, die ihre Beschäftigten in die Arbeitslosigkeit schicken, sollen keine Förderungen aus dem Härtefonds erhalten. Kurzarbeit bringt für Unternehmen 100%ige finanzielle Entlastung - die Bürokratie müssen sie allerdings abwickeln.

Unselbstständig Erwerbstätige, die 1500 brutto oder weniger erhalten, vielleicht auch noch alleinstehend sind, erleben mit der Arbeitslosigkeit einen Worst Case, der auch hintangehalten werden kann. Am Besten ist dem mit einer längst fälligen Aufstockung des Arbeitslosengeldes auf 80% des bisherigen Lohns entgegen zu wirken.


Eva Gadocha, 5020 Salzburg

Aufgerufen am 25.11.2020 um 09:33 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/arbeitslosigkeit-ist-worst-case-85733671

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