Leserbrief

Argumente der Leitungsgegner

Bezugnehmend auf den Leserbrief von Dr. Walter Grafinger (19. 2. 2020) möchte ich Ihnen mitteilen, dass es genügend rechtsstaatliche Argumente der Leitungsgegner in Salzburg gibt.

Argument 1 ist die EU-Rechtsprechung, welche eine Rodung von 800 ha Wald durch Salzburg verbietet. Argument 2 wie von Ihnen beschrieben ein beim Verfassungsgerichtshof anhängiges offenes Verfahren, welches das Projekt sofort stoppen würde. Für diese rechtsstaatlichen Argumente erwarten sich die Salzburger zu Recht die Unterstützung des Herrn Landeshauptmann. Diese Unterstützung wird in Salzburg schmerzlich vermisst, weshalb Hr. Haslauer in Kuchl verständlicherweise der Unmut der betroffenen, enteigneten Menschen entgegengebracht wurde.

Die Tauernautobahn, welche Sie als Beispiel des allgemeinen Interesses angeführt haben, muss laufend mit Milliardenbeträgen der öffentlichen Hand mit Lärmschutzwänden und Tunnels nachgebessert werden. Trotz alledem leiden die Anrainer an Lärm, Staub und Luftverschmutzung ihr Leben lang.

Das ist hoffentlich nicht das Ziel der Projektbetreiber mit einer überalterten Freileitungstechnik durch Salzburg. Deutschland, Hr. Dr. Grafinger, zeigt es mit den neuen Erdleitungen vor. Innovation in Form einer Erdleitung ist auch in Salzburg erlaubt und erwünscht. Für eine nachhaltige Zukunft der nachfolgenden Generationen in Salzburg.


Franz Wintersteller, 5431 Kuchl

Aufgerufen am 29.09.2020 um 12:32 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/argumente-der-leitungsgegner-83980630

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