Leserbrief

Astrid Rösslers Erkenntnis!

Und wieder reitet Astrid Rössler ihr liebstes Steckenpferd: die Autofahrer sind an allem Schuld (SN vom 5. 7.):

Sie verlangt höhere Steuern und teurere Parkplätze. Nach dem unseligen Autobahn-80er, von dem viele Experten der Meinung sind, dass er genau gar nichts bringt, will sie jetzt alles verteuern, was mit dem Autofahren zusammenhängt. Wenn man in der Stadt Salzburg wohnt und sich sein Arbeitsplatz ebenfalls in der Stadt befindet, ist es sicherlich relativ einfach, mit den Öffis oder dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren. Aber wenn Sie z. B. in Berndorf wohnen und Ihr Arbeitsplatz in der Alpenstraße ist, wünsche ich Ihnen viel Vergnügen mit den Öffis.

Das sollten Sie einmal testen, bevor Sie die Pendler für die Misere verantwortlich machen. Und für Sie ganz schlimm: Firmen stellen für ihre Mitarbeiter Gratisparkplätze zur Verfügung. Na so was, das gehört auf jeden Fall abgeschafft. Glauben Sie wirklich, dass sich die Pendler jeden Tag durch den Frühverkehr quälen, weil das so lustig ist? Es liegt daran, dass die Alternativen dazu einfach nicht da sind. Helfen könnten nur große Parkplätze an der Peripherie (z. B. die Wiese in Kasern gegenüber Sport direkt) und dann schnelle Verbindungen in die Stadt.

Und wenn Sie schon so gegen die Autos in der Stadt sind, sollten Sie auch ihr striktes Nein gegen die Erweiterung des Europarks überdenken. Denn dort gäbe es genügend Parkplätze für Einheimische und Touristen, die shoppen möchten. Oder dass endlich mehr Güter per Bahn durch Österreich gekarrt werden statt der unzähligen Lkw, die die Autobahn ruinieren.

Aber der Anteil der Güter, die per Bahn transportiert wurden, ist im letzten Jahr sogar gesunken und nicht gestiegen. Aber das Einfachste ist natürlich, Steuern zu erhöhen und Parkplätze zu verteuern. Nur die Probleme lösen Sie damit nicht.

Franz Kriechhammer, 5162 Obertrum am See

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