Leserbrief

Asylrecht und Einwanderung

Zur Ausgabe der SN vom 2. August:

Großes Lob für das Gedicht von Manfred Koch auf Seite zwei, das für sich selbst spricht, und den Purger Beitrag "Asylrecht und Einwanderung müssen sauber getrennt werden" auf Seite vier. Es war höchste Zeit, wieder einmal darauf hinzuweisen, dass sich die vor 70 Jahren in Genf verabschiedete Flüchtlingskonvention einzig und allein auf Menschen bezieht, die in ihrem Land einer persönlichen Verfolgung aus Gründen ausgesetzt sind, für die sie nichts können, z. B. weil sie einer religiösen oder ethnischen Minderheit angehören. Eine Ausweitung auf Menschen, die ihr Land lediglich aufgrund misslicher Lebensumstände verlassen wollen und sich eine bessere Zukunft vornehmlich in EU-Ländern mit hohem Sozialstandard erhoffen, ist allein schon aus Gründen der Zahl ausgeschlossen. Denn das würde Milliarden von Menschen ein Asylrecht einräumen und die gerade einmal 447 Millionen EU-Europäer hoffnungslos überfordern.

Und der letzte Satz gehört ohnehin eingerahmt: "Die Genfer Flüchtlingskonvention ist nicht dazu da, die weltweite Migration zu regeln."


Hofrat Mag. Dieter-Heinz Grillmayer, 4451 Garsten

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