Leserbrief

Aufwand steht in keinem Verhältnis zur Zahl der Flüchtlinge

Sehr geehrter Herr Landrat Grabner,
ich kann verstehen, wenn Sie die Umleitung der Stauflüchtlinge auf Ihr Hoheitsgebiet nicht goutieren.

Wenn Sie aber die letzten Zahlen anschauen, die über die Auffindung von Flüchtlingen bekannt gegeben wurden, dann müsste eigentlich Deutschland erkennen, dass der Aufwand in keinem Verhältnis steht zu der Zahl der Flüchtlinge. Laut bayrischem Rundfunk waren es im letzten Jahr 25 (fünfundzwanzig). Man muss sich diese Zahl mal auf der Zunge zergehen lassen. Was man mit dem Geld, welches für diesen Aufwand verwendet wird, alles anfangen könnte. Man könnte es in den öffentlichen Wohnbau stecken oder mehr Lehrer anstellen oder Deutschkurse für Migranten etc.

Jeder von uns, ist ein Fremder, sobald er sein Dorf verlässt. Ich weiß, dass eine solche Aktion oft nicht genug Geld ist, um eine andere anzukrubeln, aber es gibt - bei näherem Hinsehen - sicher mehrere unnötige Aktionen des Staates, die man ohne schlechtes Gewissen streichen könnte. Es sind schließlich Steuergelder, die für solche sinnlosen Aktionen verwendet werden und die zahlen die Bürger hinlänglich genug.
Der zweite Punkt ist, dass wenn Sie sich an der Grenze ein bisschen auskennen, Sie durch Orte fahren können, in denen noch nicht einmal ein "Dorfpolizist" steht. Man kann also unbehelligt die Grenze passieren.
Also meine Bitte an Sie: Verwenden Sie lieber Ihre politische Kraft, denen in München und Berlin (übrigens zwei Landsleute) Dampf zu machen, dass diese unsäglichen Grenzkontrollen aufhören und das Geld sinnvoller verwendet wird. Hirnrissig sind die Kontrollen.
Ich bin übrigens Deutsche, die in Österreich lebt und ihre Kinder öfters in Deutschland besucht. Also ein Grenzgänger.

Ursula Studt-Neher, Bad Ischl

Aufgerufen am 22.09.2020 um 04:38 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/aufwand-steht-in-keinem-verhaeltnis-zur-zahl-der-fluechtlinge-70895227

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