Leserbrief

Aus Rainberg wird Kahlenberg

Wahrscheinlich interessiert das in Zeiten von Corona eh niemand. Falls aber doch . . . Nachdem Salzburgs Stadtförster in Sachen "Abholzung im Landschaftsschutzgebiet Rainberg" schon zu Weihnachten ganze Arbeit geleistet hat, will nun pünktlich zum Osterfest ein Privater nicht zurückstehen und befreit seinen Grund am Rainberg bis hinauf zu den Felsen komplett von ungebetener Natur, d. h. von Bäumen in Konfektionsgrößen von "knüppeldick" bis "mit den Armen gerade noch zu umgreifen". Wahrscheinlich liegt neuerlich eine unglaubliche Gefährdung von Dächern oder Automobilen vor, die mit sachgemäßer Entfernung einiger Äste nie zu beseitigen gewesen wäre. Da muss wieder einmal die Kettensäge her. Was der Stadtförster kann, kann der Hausbesitzer schon lange. Der ungehinderte Fernblick über Baumstümpfe hinweg erfreut ja das Auge - besonders im Frühling. Und die Holzhacker befinden sich in bester Gesellschaft mit Gleichgesinnten - im Land der totgeodelten Wiesen und der Bodenversiegelung für Parkplätze. Wir haben keine drohende Klimakatastrophe. Wir haben auch kein Insektensterben. Die Erde ist eine Scheibe.

Und übrigens: Der Rainberg wird nach Corona in Kahlenberg umbenannt.


Mag. Dietmar Rudolf, 5020 Salzburg

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