Leserbrief

Ausbau von Steindorf gefordert

Zu den Artikeln über Steindorf:

1760 Unterschriften für den Ausbau von Steindorf müssen genügen! Unser Konzept für Steindorf heißt "Nahverkehrsknoten Steindorf". Unser Konzept für den Flachgau heißt "Bahnhöfe und Haltestellen der kurzen Wege".

Beiden zu Grunde liegt eine Potentialanalyse. Dazu einige Zahlen: 700 Pkw pro 1000 Einwohner, ist gleich die größte Pkw-Dichte im Bundesland Salzburg. Das heißt für Straßwalchen ca. 5600 Pkw und Neumarkt ca. 4200 Pkw. Dementsprechende P&R-Anlagen an beiden Orten müssen errichtet werden.

Steindorf auf 32 Halte hinunterzufahren heißt von den Geschehnissen in der Region keine Ahnung zu haben. Im Flachgau gibt es nämlich ca. 25.000 Pkw und dadurch sind die EU-Schadstoffgrenzwerte von 40 Mikrogramm Stickstoffdioxid pro Kubikmeter Luft kaum einzuhalten. Straßwalchens Bürgermeisterin Kreer beschreibt die Situation sehr gut. Wir sind auch gegen das Verlegen der S2 von Straßwalchen nach Friedburg, denn Straßwalchen hat das höhere Potential, nämlich 4640 Einwohner im 2-km-Umkreis (Friedburg hat nur 885 Einwohner). In Neumarkt gibt es jetzt noch sechs Züge zwischen 7.00 und 8.00 Uhr und der Railjet hat eine konkurrenzlos attraktive Fahrzeit von Salzburg bis Neumarkt von 16 Minuten. Durch ein solches Angebot sind die Parkplätze natürlich um 7.30 Uhr schon übervoll. In Steindorf hatten wir nach dem alten Fahrplan zwischen 7.00 und 8.00 Uhr vier Züge und der Parkplatz war übervoll. Jetzt nach dem reduzierten Angebot auf 56 Züge und im Endausbau 32 Züge sind wieder Parkplätze frei. Wir wollen auf der S2 die Fahrgastzahlen verdreifachen, wie auf der S3 (+300%). Dazu brauchen wir einen Halbstundentakt mit Zügen im Viertelstundentakt zu den Hauptverkehrszeiten wie auf der Salzburger Lokalbahn, die durch ihr attraktives Taktmodell 4,96 Mill. Fahrgäste jährlich befördert! Sollte dies nicht möglich sein, steigt der Druck für weitere Straßenausbaumaßnahmen und noch mehr Pkw. Herr Verkehrslandesrat Mag. Stefan Schnöll, nehmen Sie dem Salzburger Verkehrsverbund die Planungskompetenz für die Nahverkehrsinfrastrukturausbauten im Bundesland Salzburg.

Umbaukonzeptvorstellung in Straßwalchen: DI Kalupka von dem ÖBB-Planungstrio (Höss und Öppinger) versprach mir damals im persönlichen Gespräch, dass Steindorf aufwärtskompatibel geplant sei. Daher fordern auch wir den Vollausbau von Steindorf! Der Ausbau der Bahnhöfe Steindorf und Straßwalchen (barrierefrei machen) wird aus dem Topf des Bundes Zielnetz 2025 finanziert. Zum Güterverkehr in Steindorf: Es waren einmal 27 Verschieber und jetzt sind es nur mehr sieben, die beschäftigt sind.

Zum Abschluss noch ein Beispiel: Haben der Salzburger und der oberösterreichische Verkehrsverbund schon eine Lösung, wie Schülern und anderen Fahrgästen die Mehrwegkosten ersetzt werden Sie müssen nämlich aus dem Mattigtal kommend nach Neumarkt und dann wieder zurück Richtung Vöcklabruck (z. B. HTL) pendeln. Die Nachteile ließen sich beliebig fortsetzen.


Alois Buchner eh., Sprecher Personenkomitee für neue Verkehrslösungen Salzburg und Mitglied im Verein pro RSB4894 Oberhofen

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