Leserbrief

Bärendienst der Gewerkschaft

Die Wertschätzung des Lehrberufs in der Bevölkerung hat sich im Laufe der Coronakrise enorm gesteigert. Viele Eltern spüren schmerzhaft am eigenen Leib, wie schwierig und mühsam es oft ist, den eigenen Nachwuchs zu "unterrichten". Plötzlich werden der Einsatz und die Belastung der Lehrerschaft ganz anders und weitgehend sehr positiv eingeschätzt. Da kommt der Gewerkschafter Paul Kimberger und zertrampelt dieses zarte, aber kräftig wachsende Pflänzchen Anerkennung mit einem Satz: "Die beiden Zwickeltage müssen für die Lehrer/-innen frei bleiben!" Dabei bin ich felsenfest davon überzeugt, dass der weitaus überwiegende Teil aller Lehrpersonen sogar liebend gern diese Tage unterrichten möchte. Nach Wochen der aufgezwungenen Absenz von ihren Schülern/-innen möchten sie keinen Tag missen, wieder im persönlichen Kontakt mit ihnen zu stehen. Lehrer/-in zu sein ist nach wie vor nicht nur Beruf, sondern Berufung.

Herbert Nill, 5671 Bruck

Quelle: SN

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