Leserbrief

Bauland wird in allen Städten der Welt teuer und knapp

Die Arbeiterkammer gibt eine teure Studie beim Institut für Wirtschaftsforschung über eine Aushebelung von Teilen der Grünlanddeklaration in Auftrag. Dabei wird gerne übersehen, dass in allen Städten der Welt das Bauland knapp, wenig verfügbar und teuer ist.

Die Grünlanddeklaration wurde seinerzeit von tüchtigen Bürgern dieser Stadt nach harten Auseinandersetzungen mit den Oberen verwirklicht. Und man weiß es scheinbar in der Arbeiterkammer nicht: Unsere fleißigen Stadtbauern bewirtschaften die letzten Grünlandflächen und sind damit auch für die Versorgung der Bevölkerung, ev. auch in einem Krisenfall, wichtig. Viele junge Familien fühlen sich außerdem in den Nachbargemeinden sehr wohl. Sie tragen damit zur Entlastung des Wohnungsmarkts in Salzburg bei.

Die Arbeiterkammer hat sich in erster Linie um jene Menschen zu kümmern, die dieses Land in den letzten Jahrzehnten aufgebaut haben und nun mit ihrem Pensionseinkommen in die Teuerungsschere geraten. Eine sechsprozentige Erhöhung der Renten ist ein Minimum, für das die Arbeiterkammer einzutreten hat. Wenn Millionen Euro für U-Bahnen, an deren Oberflächen Obusse im Minutentakt an jeden Punkt der Stadt fahren, verwendet und Garagen in den Mönchsberg gegraben werden können, dann ist die Erhöhung der Renten für die Menschen weit wichtiger, als eine Aushebelung der Grünlanddeklaration und die damit verbundene Zerstörung unserer letzten Grünflächen in dieser Stadt und deren Lebensqualität! Wer gerne in Wohnsilos leben will, kann gerne Frankfurt besuchen!


Wolfgang Goffriller, 5020 Salzburg

Aufgerufen am 18.05.2022 um 04:22 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/bauland-wird-in-allen-staedten-der-welt-teuer-und-knapp-118982125

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