Leserbrief

Bauverzögerung und Geldverschwendung

Als interessierter Strombezieher habe ich mich viele Jahrzehnte damit befasst, wie es mit der Stromversorgung in unserem Lande aussieht. Und als Pensionist tue ich das ebenso schon sehr lange.
Dabei kann ich mich nur wundern. Scheinbar unabwendbar und quasi vorherbestimmt nimmt jedes Leitungsprojekt stets den gleichen Verlauf: Die Verantwortlichen für Stromversorgung, Wirtschaft und Regierung erklären die Notwendigkeit so einer Leitung. Eine große Gruppe von Betroffenen beginnt sogleich, dagegen anzukämpfen. Dadurch entsteht jedes Mal eine veritable Bauverzögerung, jedoch nimmt das Projekt Schritt für Schritt alle Hürden und wird letztendlich, extrem verzögert, doch gebaut.
So war es bei der "Steiermark-Leitung", so war es beim ersten Teil der Salzburgleitung und so ist es nun beim zweiten Teil, sie ist rechtsgültig voll genehmigt. Die Gegner, wie immer, geben dennoch nicht auf und "kämpfen" weiter.
Niemand stößt sich daran, dass dabei sinnlos weiterhin eine Menge Geld verschwendet wird. Sogar Bürgermeister getrauen sich, öffentliche Gelder gefinkelten Anwälten laufend in den Rachen zu schieben, und werden dabei nicht kritisiert, sondern gefeiert! Obwohl das verschwendete öffentliche Geld auch von Leitungsbefürwortern stammt.
Die immer wieder erklärte Tatsache, dass zwar Erdkabel Stand der Technik sind und von unserer E-Wirtschaft in vielen geeigneten Fällen häufig errichtet werden, dass sie aber nirgends in der Welt als Teil einer Hauptringleitung gebaut werden, das wird einfach nicht akzeptiert.

Ing. Karl-Heinz Eppensteiner, 1220 Wien

Aufgerufen am 24.10.2021 um 04:17 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/bauverzoegerung-und-geldverschwendung-70032721

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