Leserbrief

Bedeutung des Salzburger Flughafens für den südostbayerischen Wirtschaftsraum

Es ist schon äußerst befremdlich, wenn man in der Zeitung lesen muss, wie die selbsternannten "Luftverkehrsexperten" des Freilassinger Fluglärmschutzes mit Bürgermeister Flatscher voran, Stimmung gegen den Flughafen Salzburg machen.
Dass die optimalen metereologischen Bedingungen eine der wesentlichsten Voraussetzungen für Abflüge Richtung Süden an dem besagten Samstag waren, wird in keiner Zeile erwähnt. Dass in den 366 Flugbewegungen 127 Flugbewegungen von Kleinfliegern (die nicht mittelfristig planbar sind), Rettungsflüge und Polizeiflüge mit eingeschlossen waren, wird ebenso wenig erwähnt. Wann ist man endlich bereit oder/und in der Lage zu verstehen, dass Ab- und Anflugverfahren nicht einer Quotenregelung, sondern anderen bedeutenderen Entscheidungskriterien unterliegen. Nicht alles was theoretisch technisch machbar ist, ist auch immer gut und immer vertretbar.
Da wird von den Fluglärmenthusiasten mit Themen wie Feinstaub, Lärm und Absturzgefahren durch den Flugbetrieb gezielt Angst geschürt. Da wurde bei der letzten Demo im September auf geschmacklose Weise der Sound eines abstürzenden und aufschlagenden Flugzeugs symbolisch über eine mitgeführte Lautsprecheranlage lautstark zigfach abgespielt. Da wurde die Sicherheit (techn. Gebrechen) von Flugzeugen der ehem. Air Berlin in Frage gestellt. Dies alles um auf perfide Art und Weise die Bevölkerung für Ziele zu manipulieren, die wahrscheinlich eher im politischen Bereich, als auch in der Entwicklung des lokalen Immobilienmarktes zu finden sind.
Man sollte sich im Klaren darüber sein, dass die Attraktivität Freilassings wesentlich auch auf der Nähe und der Wirtschaftskraft Salzburgs sowie der Verkehrsanbindung und somit dem Flughafen Salzburg beruht. Wer daran Zweifel hat, sollte sich mal die Autokennzeichen auf den Parkplätzen des Flughafens ansehen und ebenso die Firmen im südostbayerischen Raum befragen. Auch wenn man es vielleicht noch nicht gemerkt hat, der südostbayerische Wirtschaftsraum verfügt mit dem Flughafen Salzburg auf Kosten des österreichischen Steuerzahlers über einen bedeutenden Standortfaktor.
Diese permanente "Wadenbeisserei" ist nicht nur unqualifiziert, sondern auch langsam aber sicher peinlich.


Wolfgang Steckhan, Luftverkehrskaufmann/Betriebswirt, 83404 Ainring

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