Leserbrief

Befreit die Bürgermeister von der Last der 1. Instanz

Wenn ich die Ausführungen von Stefan Veigl, "Super-GAU oder mutiges Projekt?" ("Ohne Protokoll", SN vom 21. August), lese und überdenke, wird mir und vielen klar, die Raumordnung muss im Vollzug auf eine Oberbehörde (Beamtenebene), wie dies bei unseren Nachbarn ist, verlagert werden. Ein Bürgermeister ist ein Kandidat einer Partei und aus dieser Sicht gerät er und auch die Fraktion bei einer negativen Haltung unweigerlich in die Zwänge, die sich dann auf die raumordnerische Entwicklung negativ auswirken. Aufgrund des Niedrigzinsniveaus ist das Immobilieninteresse enorm, das dazu führt, dass in Wals-Siezenheim mit zirka 14.000 Einwohnern unverhältnismäßig viele Wohnungen als Kapitalanlage errichtet werden, und diese Flächen sind ein für alle Mal für die Nachfolgegenerationen aus der Heimat verloren. Dieses permanente Herumbasteln an der Raumordnung bringt nichts, gefragt ist eine klare Linie, die sehr wohl das Mitsprache-, Mitgestaltungsrecht des Bürgermeisters bzw. der Gemeindevertretung sichert, aber die Entscheidung im Vollzug auf eine parteifreie Behörde verlagert.


Helmut Auer, 5071 Wals

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