Leserbrief

Begriffswahl ist für unsere internationale Reputation problematisch.

Abgesehen des Faktums, dass es ein Austausch von Bevölkerungsgruppen hierzulande nicht existiert, ist diese Begriffswahl für unsere internationale Reputation problematisch. Aus demographischen Gründen ist für die Aufrechterhaltung der Volkswirtschaft eine geregelte Zuwanderung bekanntlich notwendig. So wie sich ein Arbeitgeber heutzutage vermutlich um gute Mitarbeiter bemühen muss, so soll dies ein Staat in Anwerbung von qualifizierter Migration tun. Es ist deshalb äußerst sensibel, mit Begrifflichkeiten, die uns einen Stempel der Vergangenheit aufdrücken können, umzugehen. Eine Partei, welche noch dazu den Bezug zum Heimatland betont, hat dafür Sorge zu tragen, dass diesem in der globalisierten Welt kein Imageschaden mit eventuell wirtschaftlichen Nachteilen zugefügt wird. Nur so kann Patriotismus als authentisch wahrgenommen werden.
Natürlich darf man Problematiken einer Zuwanderung auf sachliche Art und Weise trotzdem thematisieren. Es liegt also auch an der Politik den Staat für qualifizierte Fachkräfte attraktiv zu gestalten, wovon Wirtschaft & Forschung langfristig profitieren werden. Ein paar ewig Gestrige sind nicht berechtigt, den zukunftsorientierten Millionen Österreichern zu schaden, indem die qualifizierte Zuwanderung auf als weltoffenere bekannte Staaten ausweicht.

Mag. (FH) David Batra, 5020 Salzburg

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