Leserbrief

Beibehaltung des Festspiel-Logos

Zu "Experten beleuchten ein strittiges Logo" (SN, 29. 10.).

Im Beitrag wird klar, dass nicht das Logo, sondern die Künstlerin politisch bedenklich ist. Ihr Plakatentwurf wurde 1928 (!) zum Logo der Festspiele. Dabei war ihr Entwurf nicht die erste Wahl. "Der Propagandist Mühlmann hat offenbar geschickt Regie geführt für seine spätere Frau." Beide 1928 schon illegale Nazis? Enthält das Logo einen Bezug zu nationalsozialistischer Symbolik? Ersteres: vielleicht, Letzteres: nein. "Das strittige Emblem müsse weg, hieß es immer wieder." Lasse sich die schweigende Mehrheit nicht von einer lauten Minderheit bevormunden, die nicht zwischen Werk und Person unterscheiden kann! Kann sie es bei Caravaggio? Mögen die Medien sich den wichtigeren Aspekten der (illegal-)nationalsozialistischen Einflüsse auf Inhalte und Politik der Festspiele widmen.


Dr. Christian Tarnai, D-83435 Bad Reichenhall

Aufgerufen am 28.11.2020 um 06:13 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/beibehaltung-des-festspiel-logos-95103397

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