Leserbrief

Besteuerung der Freizeitwohnsitze - eine lukrative Quelle?

Die Besteuerung von Freizeitwohnsitzen ist schon seit geraumer Zeit in Planung und könnte eine lukrative Einnahmequelle für Gemeinden in Salzburg werden. Die Wohnsitze wurden zu einer Zeit geschaffen, wo dies in Raumordnung, Flächenwidmung und Bebauungsplänen noch "leichter" umsetzbar war. Eine nach dem Erwerb bzw. Kauf in Nachhinein eingehobene Besteuerung ist immer möglich und ist halt "blöd gelaufen" für die Auswärtigen.

Warum sollte man nicht jetzt ex post eine Besteuerung einführen, wenn die Wertschöpfung solcher Freizeitwohnsitze lange nach ihrem Erwerb rapide abnimmt, und es zu gefühlten Belastungen in den Kommunen kommt. Die Gemeinden kämen wieder zu einer neuen Einnahmequelle, und diese ist einfach einzuheben. Vorausgesetzt, es gibt gültige Meldungen in den Erholungsdomizilen, auf die die Gemeinde zugreifen kann.


Solche Einnahmequellen haben auch schon bei Gewerbegebieten gut funktioniert, wo der Flächenverbrauch gigantisch zugenommen hat, und der Angebotsmix der Verkaufsflächen beängstigend austauschbar ist. Zum Glück fließen dadurch Kommunalgebühren, Erschließungskosten sowie Kanal- und Wassergebühren reichlich in die Gemeindekassen.

Das heißt für die Besteuerung von Freizeitwohnsitzen: Ist die Gemeinde finanziell ein wenig knapp bei Kasse, genehmigt sie einfach eine neue Ferienanlage. Wie ist das nochmals mit den Lenkungseffekten von Besteuerungen?


Thomas Reisenzahn, 5700 Zell am See

Aufgerufen am 24.10.2021 um 05:56 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/besteuerung-der-freizeitwohnsitze-eine-lukrative-quelle-63146428

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