Leserbrief

Betreuung mit Herz bei den Barmherzigen Brüdern

"Bitte bringt mich wieder zu den Barmherzigen Brüdern" war der Wunsch meiner Mutter, als sie mit der Rettung abgeholt wurde. In der Notaufnahme ein freundlicher Arzt, der trotz weniger Hinweise darauf die richtige Diagnose stellte. Zuerst in der Allgemeinklasse, dann, als ein Bett frei wurde, in der Sonderklasse, wieder kompetente, Fragen und Ängste der Patientin und ihrer Angehörigen mit Geduld beantwortende und beruhigende Ärzte/-innen. Dazu noch unglaublich liebevolle, hingebungsvoll begleitende Schwestern, Pfleger und andere dienstleistende Menschen, die sich seit Wochen um das Bett bewegen und die Bedürfnisse meiner Mutter erfüllen.

Natürlich wäre sie am liebsten zu Hause, eher aber noch wird sie bald in das himmlische Zuhause gehen, aber im Spital der Barmherzigen Brüder findet sie gleichsam ein Zwischen-Zuhause. Ein zusätzlicher, für meine Mutter größter Vorteil im Vergleich zu anderen Krankenhäusern ist der tägliche Besuch des Priesters inklusive Kommunion-Möglichkeit, der Besuch eines Bruders oder einer Schwester des Ordens und die Übertragung der heiligen Messe am Bildschirm aus der Kajetanerkirche. So kann nicht nur der Körper heil werden, sondern auch die Seele. Im Wort Barmherzigkeit steckt "cor dare" (= das Herz geben) - genau so empfinde ich es: Nicht nur der Verstand für die sehr gute medizinische und pflegende Betreuung wird da gegeben, sondern das Herz wird eingesetzt für die Patienten in der oft so schwierigen, belastenden Zeit des Aufenthalts im Spital. So wird auch das Herz der Kranken und ihrer Angehörigen erreicht und mit Dankbarkeit und Liebe gefüllt.

Katharina Achammer, 5026 Salzburg

Aufgerufen am 29.11.2020 um 12:47 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/betreuung-mit-herz-bei-den-barmherzigen-bruedern-61293820

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