Leserbrief

Bitte besonnenere Maßnahmen setzen

Zum Beitrag in den SN vom 4. 4., "Straßen für Fußgänger öffnen":

Was ich in der Meldung lese, erstaunt und ärgert mich zugleich. Die städtischen Parks sind schon länger gesperrt, daher sollen nun Straßen wie etwa der Ignaz-Rieder-Kai oder die Elisabethstraße für Fußgänger geöffnet und zu Shared Space - Zonen gemacht werden. Ja geht's denn noch? Unsere wunderbaren Grünflächen in der Stadt sperrt man und bastelt dafür an Begegnungszonen! Die Logik, die dahintersteckt erschließt sich mir nicht wirklich. Obwohl ich als Mitbegründer des Initiativkreises Maxglaner Wirtschaft e.V. einer der Befürworter war, als seinerzeit die Maxglaner Hauptstraße als Shared-Space in Diskussion war, kann es sich im gegenständlichen Fall wohl nur um eine Alibi-Husch-Pfusch-Handlung drehen. Die übrigens nach der Coronakrise wieder zurückgenommen würde. Wo bitte ist der Vorteil einer zusammengeschusterten Begegnungszone im Vergleich zu den Stadtparks? Ein Zuwiderhandeln gegen das Gebot, gegenseitig zumindest 1,5m Abstand zu halten, ist hier wie da ohne weiteres möglich. Leute, die das noch immer nicht verinnerlicht haben gibt es nach wie vor zuhauf, wie ich auf meinen Spaziergängen mit meiner Frau immer wieder feststellen muss. Wenn wir nicht ausweichen würden, wir würden von so manchen "netten" Mitbürgern fast angerempelt werden. Es müsste also entsprechend kontrolliert werden, ob sich die sonnen- und lufthungrigen Bürger an die Seuchengesetze halten. Und das ist nach meiner Logik allemal in einem Park leichter, als auf verkehrsberuhigten Straßen. Ich bin zuversichtlich, dass unser Bürgermeister, den ich als rational denkenden und handelnden Menschen kenne und schätze besonnenere Maßnahmen setzen wird.

Komm.Rat Walter Braun, 5020 Salzburg

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