Leserbrief

Blind Date mit Starkoch Alexander Döllerer bei Miele

Neben Hand.Kopf.Werk. gehört das eat & meat Festival zu den besten "Erfindungen" des Altstadt Marketing (nicht nur) für die Salzburger Bevölkerung. Die Miele Einladung entpuppte sich diesmal aber als 'Vertragsbruch'. Die Erwartungshaltung angestachelt aufgrund des Versprechens "2 Bowls voll mit Gemüse und mehr" wurde nicht erfüllt; in der ersten Schüssel befanden sich neben einer köstlichen bayrischen Garnele ca. zwei Esslöffel fruchtiges Gerstenrisotto von einigen Erbsen farbenprächtig bereichert, was des Tiroler Kochs Alexander Gründler Absicht war. Geschmacklich einwandfrei. Das macht Lust auf die Hauptschüssel: ein nicht Zähne fordernder kastrierter Rindfleischkubus mit einer Kantenlänge von ca. 2 cm war im Hohlraum eines fast zwei Meter Mannes auf einen Bissen verschwunden. Ich zerteilte ihn in vier Stücke, und erfüllte somit die vornehme Regel nicht über das erste Drittel (von der Zinkengabelspitze gerechnet) gierig aufzuspießen. Die in Ochsen(=kastrierter Stier)mark konfierte ein Quadratzentimeter große "lätscherte" (=ekelerregende) Melanzani = Aubergine = Eierfrucht wanderte wie ein Kirschkern vom Mund zur Gabel zwecks Überprüfung, was man/frau da im Mund gelandet sei. Aber das 3-gängige Menü verspricht ja noch was Süßes. Wär eigentlich ok gewesen, wenn da nicht die feste, gelbe Gelatine-Scheibe, angeblich Pannacotta, auf dem Teller gelegen wäre. Der Kaffee, die vorgestellten Weine, die feierfreudigen Menschen, das (musikalische) Ambiente hielten uns trotz eines 3-gängigen Menüs nicht davon ab, noch essen zu gehen, da unser aller Magen knurrte.
Post scriptum: Vielleicht um 1,2 ...Euro mehr verlangen und man lässt die Gelatine weg?
Ich bin Connoisseur und kein Kalkulator!


Mag. Helga Mühlbacher, 5020 Salzburg

Aufgerufen am 26.10.2020 um 06:05 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/blind-date-mit-starkoch-alexander-doellerer-bei-miele-68492605

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