Leserbrief

Brauchen wir den Bundespräsidenten?

Wir lernten dieses Amt neu zu schätzen. Souverän führte uns unser Bundespräsident durch die Verunsicherungen der letzten Regierungskrisen. Wieder haben wir eine Krise. Eine andere. Eine Spaltung der Gesellschaft. Und diese Spaltung ist entstanden durch geschürte Ängste vor einem "tödlichen Virus". Alle Rettung wird von einer Impfung erwartet, die noch nicht hinreichend abgesichert ist. Eine Impfpflicht wird als letzter Ausweg gefordert. Nur die Prämissen stimmen nicht: Wir haben weder eine Bedrohung "nationalen Ausmaßes", noch fehlen uns Alternativen zur medizinischen Behandlung. Wir bekamen aber dadurch eine Spaltung der Gesellschaft nationalen Ausmaßes. Angst vernebelt in sonst wachen und klugen Köpfen das Denken. Wieder brauchen wir den Bundespräsidenten, der uns durch diesen Nebel führt. Was aber, wenn er selbst im Nebel steht? Es obliegt ihm nicht politisch mitzuentscheiden, ob "Impfung" oder ein anderer Weg der richtige ist. Auch das ist Parteinahme. Er sollte darüber stehen und das Verbindende suchen. Und verbindend wäre es, zu der Expertenrunde (Gecko) namhafte Wissenschaftler der "Gegenseite" einzuladen. Es wäre befreiend, die Regierung anzuhalten, die Prämissen neu einzuschätzen, auf denen ihr "hochgeängstigtes Narrativ" aufbaut. Solide Forschungsdaten stehen dazu bereit.

Dr. Alfons Reiter, 5026 Salzburg

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