Leserbrief

Braucht unser Gesundheitssystem eine Heil-Kur?

Zitat aus dem Leitartikel "Wir krank ist unser Gesundheitssystem?" der SN vom 22.12.2018: "Uns gehen die Ärzte aus. Es fehlen die Pflegekräfte ... ."

Völlig berechtigte Frage eines SN-Lesers (seit den 70er Jahren) zur nächsten Frage im Vorspann des Artikels: "Was tut die Politik dagegen? Nichts."


Dass auf eine solche Weise kein Mensch gesund werden kann, das leuchtet vermutlich jedem Leser völlig ein. Es darf doch wohl nicht sein, dass wegen eines solchen Systems sowie seiner (mit Recht) hinterfragenswürdigen Tarife die Zahl der normal Versicherten möglichst niedrig gehalten werden muss.

Meine persönliche Versicherungszeit setzte sich aus 24 Jahren Oberbayern zusammen - München, wo ich 1961 nach der Mittleren Reife im Verlauf dieser Zeit sowohl die Lehrzeit als Schriftsetzer (damals noch mit Blei-Lettern) als auch zwei Jahre Zeit als Geselle sowie den anschließenden dreijährigen Besuch der HTL "Akademie für das Graphische Gewerbe" (1966 bis 1969) absolvierte, für welchen das soeben Geschilderte Zulassungsvoraussetzung war, sowie 22 Jahre Österreich als auch weiters einige Jahre darauf in Orten mit größeren Druckereien im unmittelbar angrenzenden Berchtesgadener Land (Tagespendler).

Mein Branchen-Zweig (Druckerei-Vorstufe) musste sich im Verlauf dieser Zeit vom System Gutenberg (Blei-Lettern) bis zum EDV-Satz ständig anpassen - was ich auch praktizierte, um in dem sich ständig ändernden Bereich der Druck-Vorstufe Satz stets aktuell zu bleiben.

Die 46 Jahre meiner Pensions-Versicherungszeit enthalten auch etwa 10 Jahre Selbstständigkeit in Salzburg, weshalb (so vermute ich) meine hiesige Pension um einiges höher ist als meine (zwar um vier Jahre längere) Beitragszeit in Bayern - aber "Wås's wiegt, des håt's!"


Fritz Grasedieck, 5421 Adnet

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