Leserbrief

Braunau ist überall

Mit der Entlassung des Braunauer Vizebürgermeisters aus Amt und Partei ist die FPÖ Welt alles andere als in Ordnung. Es geht um viel mehr als einen reinen Formalismus, es geht um die Gesinnung, um die Haltung jener Menschen, die immer wieder in der FPÖ aufpoppen. Subkutan, nein, eigentlich ziemlich offen, werden wenig kritische und unkritische Wählerinnen und Wähler infiziert. Infiziert mit einem gefährlichen Virus, mit Xenophobie, mit Rassismus mit abscheulicher Herrenrassen Mentalität.
Braunau hat das nicht verdient. Dank Florian Kotanko gibt es seit vielen Jahren mit den renommierten Zeitgeschichtstagen einen Kontrapunkt zu dem unsäglichen Image, das dieser Stadt lange Zeit anhaftete. Daneben existieren engagierte Gruppen, Politikerinnen und Politiker, denen die Entwicklung dieser Stadt zu einer offenen Gesellschaft ein wichtiges Anliegen ist. Ein geschichtsloser Vizebürgermeister hat mit seiner Menschenverachtung Braunau wieder in negative Schlagzeilen gebracht. Er ist ein Vertreter einer Menschenspezies, die aus der Geschichte nichts gelernt hat und nichts lernen will. Diese gibt es überall, nicht nur in Braunau.

Brigitte Benischke, 9020 Klagenfurt

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