Leserbrief

Bürger brauchen klare Richtlinien

Für den einfachen Bürger des Jahrgangs 1933 scheinen mir die vielen Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus nicht mehr nachvollziehbar und unkoordiniert. Da nimmt man zum Beispiel die Sorgen der Eltern, die ihre Kinder in überfüllten Bussen zur Schule schicken müssen, wochenlang nicht zur Kenntnis. Das geforderte Abstandhalten ist angesichts des Gedränges unmöglich. Von der Schule wird aber andererseits das Tragen von Masken verlangt. Wie soll das ein Kind verstehen?

Die Aufnahmen von wild feiernden Jugendlichen im Fernsehen, ohne jede Rücksicht auf Corona, zeigen die Hilflosigkeit der Politik. Die Polizei will keine Eskalation und resigniert und somit akzeptiert man achselzuckend das unverantwortliche Verhalten dieses Teils der Jugend. Folgen trägt die Gesellschaft.

Monatelang medial getrommelt, stellt sich die Corona-Ampel als Totgeburt heraus.

Die Mehrheit der Bürger/-innen wird für so widersprüchliche Vorfälle kaum Verständnis haben und es besteht die Befürchtung, dass die Appelle an die Eigenverantwortlichkeit kein Gehör mehr finden. Es wäre also höchst an der Zeit, klare Richtlinien und auch nachvollziehbare Handlungen zu setzen.


Rudolf Ratzenberger, 5020 Salzburg

Aufgerufen am 01.12.2020 um 05:03 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/buerger-brauchen-klare-richtlinien-93329776

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