Leserbrief

Bulgarien als Impf-Vorbild

Bei allem Verständnis für die Bemühungen unserer Bundesregierung in puncto Impfstrategie sei hier eine kleine Episode erzählt, wie man es auch anders machen kann. Die Eltern meiner Partnerin sind aus Bulgarien und haben nach einem Besuch in Österreich diese Woche in der bulgarischen Kleinstadt (ca. 150.000 Einwohner), wo sie auch wohnen, einen Termin für eine Impfung gesucht. Wohl gemerkt gesucht. Der Anruf bei ihrem Hausarzt war dann doch sehr überraschend. Die Dame fragte die beiden, nachdem sie in der Registrierungs-Liste nachgesehen hat, wann sie kommen möchten!? Völlig komplex über die Frage, sagten sie, dass sie mit einem Termin in den nächsten Wochen zufrieden wären. Die nette Dame erwiderte, dass sie gleich am Montag darauf kommen können. Es kann zwischen drei Impfstoffen (!) ausgewählt werden. Wenn die Eltern nicht so überrascht wären, was in ihrer Heimat, von der ja viele meinen, das ist der Balkan und was soll dort schon möglich sein, darf hier erwähnt werden - liebe Regierung: Es geht auch anders! Nicht zu vergessen, Bulgarien gehört zur EU.

Michael Horvath MA MBA, 5101 Bergheim

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