Leserbrief

Busfahrer ohne Orientierung

Sehr geehrter Herr Mosser, ich muss Ihnen auf Ihren Leserbrief vom 21.2. ("Verspätung wegen Verkehrsunfall") eine Antwort geben. Sie bezeichnen die Aussage von jener Frau als falsch, die mit dem Bus 170 gefahren ist. Ich fahre seit ungefähr zehn Jahren jeden Donnerstag vom Salzburger Hauptbahnhof mit dem Bus 130 nach Straßwalchen, so auch wieder am Dommerstag, dem 21.2.2019 um 10.30 Uhr.
Der Bus kam pünktlich, nur was sich dann abgespielt hat, übertrifft auch meine Vorstellung: Vor mir eine Dame mit Gehhilfe, der Fahrer sagt in gebrochenem Deutsch: "Wohin du fahren?" Die Dame antwortet: "Straßwalchen". Der Fahrer sagt zu ihr: "Gleich vorne hinsetzen". Ich dachte mir, das ist sehr freundlich. Nur das war nicht der Grund. Nachdem der Fahrer die Haltestellen nicht gewusst hatte, musste er auch noch nach dem Weg fragen. Ich war nicht alleine im Bus, es waren ungefähr 15 bis 20 Fahrgäste. Dann kam wieder die Frage: "Wer weiß, wo fahren? Vor kommen." Ohne ein "bitte". Bei Haltestellen, für die die Leute gedrückt haben, musste noch gerufen werden: "bitte stehen bleiben".
Eine Frage an Sie: Hätten Sie sich da wohl gefühlt? Ich bin mir sicher und auch andere Leute, dass dieser Mann noch nie hier gefahren ist, und ich sage nicht die Unwahrheit.


Brigitte Übertsroider, 5020 Salzburg

Aufgerufen am 28.09.2020 um 05:55 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/busfahrer-ohne-orientierung-68149375

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