Leserbrief

Chance für Ausstieg ohne Gesichtsverlust

Zu "Stadtverein lehnt Garage strikt ab" (25. 4.): Der Stadtverein setzt sich seit 160 Jahren für die Stadtentwicklung und Stadtkultur ein. Er hat das Bild des heutigen Salzburgs maßgeblich mitgeprägt. Wenn dieser traditionsreiche Verein jetzt seine Position zum Ausbau der Mönchsberggarage revidiert, verdient das Respekt und Beachtung. Umso mehr, als dass das auf der Basis von Fakten, fundierten Recherchen sowie Vergleichen mit internationalen "Best-Practice-Beispielen" geschehen ist. Und wie es die gute Tradition des Stadtvereins ist, wird nicht nur eine klare Gegenposition bezogen, sondern auch ein Alternativvorschlag gemacht, wie das gleiche Ziel mit milderen Mitteln erreicht werden kann.

Daran kann die Stadtpolitik nicht vorbeigehen. Der 26. Juni kann für sie eine Chance werden, gesichtswahrend "aus der Ecke herauszukommen", in die man sich hineinmanövriert hat. Aber nur dann, wenn wir Salzburger Bürger in großer Zahl zur Wahl gehen, wie es unser Bürgerrecht und unsere Bürgerpflicht ist. Und die Sorge der politisch Verantwortlichen, im Falle einer Meinungsänderung mit rechtlichen Konsequenzen konfrontiert zu werden, ist auch unbegründet.

Ein entsprechender Mehrheitsbeschluss im Stadtparlament und die Sache ist juristisch erledigt. Also, alles eigentlich ganz einfach, oder?

Dirk Jost, 5020 Salzburg

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