Leserbrief

Coronavirus sorgt für "heile Welt der frühen 60iger"

Wer hätte das gedacht? Der Coronavirus (Covid-19) stellt alles auf den Kopf. Weil im Nachbarland Italien die Verbreitung des Virus das ganze Land unter Quarantäne zwingt hat man sich - spät aber doch - auch in Österreich durchgerungen zu Maßnahmen, die eine Epidemie aufhalten sollen. Die Schließung aller Museen, die Schließung der Universitäten, das Verbot von Veranstaltungen über 100 Personen und jetzt die in Aussicht gestellte Schließung der Schulen macht es möglich, dass wieder die Familie in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gerät. Wenn die Schulen schließen, wer beaufsichtigt oder verwahrt dann die schulpflichtigen Kinder? Die Hausfrau und Mutter vergangener Tage ist ja aus der Mode gekommen und die Mütter sind nun berufstätig und nicht zu Hause und fallen tagsüber für die Kinderbetreuung und -versorgung aus. Nicht überall gibt es eine hilfsbereite Oma in der Nähe. Aber jetzt durch den Coronavirus wird das alles wieder einmal hinterfragt. So werden viele Mütter sich Urlaub nehmen oder von zu Hause mittels Telearbeit ihrem Brotberuf nachkommen. So wird aus der Not heraus beinahe wieder die heile Welt der frühen 60iger Jahre vorübergehend hergestellt.

Helwig Leibinger, 1020 Wien

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