Leserbrief

Coronavirus und SARS

Ich lebte 18 Jahre in der VR China, von 2002 bis 2019 in Guangzhou, Südchina. Im Jahr 2003 "schaffte" ich es in die ZiB 2, Interview mit Ingrid Thurnher, gerade als SARS die Schlagzeilen der Welt beherrschte. Ich lebe jetzt wieder in Österreich und wundere mich wie hysterisch die Welt über das Coronavirus diskutiert.

Während der alljährlichen Grippewelle sterben allein in Deutschland über 20.000 Menschen - aber die (bis dato) 300 Toten in der VR China jagen den Menschen totale Angst ein. Ich kann mir nicht helfen, die ganze Sache schaut nach einer von langer Hand geplanten Hysterie aus, wem auch immer sie zu helfen vermag. Zur Erinnerung: Im November und Dezember 2002 war ich in Guangzhou, in der Stadt gab es Gerüchte von einer mysteriösen Krankheit, Essig war ausverkauft (den kochte man, zum Desinfizieren) etc. Aber erst im März, April 2003 erreichten die "Hiobsbotschaften" die Welt, da war aber meines Erachtens nach schon alles unter Kontrolle. Ähnlich jetzt in Wuhan - im November gab es die ersten lokalen Infos über ein "Virus", aber erst jetzt rollt die Hysterie an. Egal, hoffentlich bekommen die Leute in Wuhan/Provinz Hubei ihr normales Leben wieder zurück - sie haben es verdient, Wuhan ist eine schöne Stadt, definitiv eine Reise wert.


Gerhard Reiter, 5026 Salzburg

Aufgerufen am 21.09.2020 um 03:45 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/coronavirus-und-sars-82942198

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