Leserbrief

Das Erdkabel - die "Salzburgleitung"

Sehr geehrter Herr H. G. Salchner! Ihr Leserbrief v. 20. September 2019 bzgl. Erdkabel kann nicht unbeantwortet bleiben.

Zu Ihrem Verständnis: Es handelt sich bei der "Salzburgleitung" um eine 380-kV-Wechselstromkabeltrasse, welche in Einzellegung in Einzelrohren aus Kunststoff oder Metall, in Mantelrohren oder Mantelgängen (begehbar) aus Beton, geführt werden können. Diese Verlegungsarten sind allesamt "Stand der Technik" und wurden weltweit bis 2015 über 1600 km (380-500 kV) verlegt. Bitte übermitteln Sie mir das Gutachten des Professors mit der Stellungnahme der ETH Zürich.
Die Bodenerwärmung beträgt je nach Verlegungsart max. 1° C, damit ist jede landwirtschaftliche Nutzung möglich und von Bodenaustrocknung keine Rede. Die Trassenbreite für eine zwei-systemige Kabellösung beträgt übrigens ab sechs Meter.
Für die geplante Freileitung müssen ca. 800 ha Wald gerodet werden.

Eine Verlegung über die Berge ist Nonsens, da mittels Stollen die Kabel durch den Berg geführt werden und dadurch nicht nur die Übertragungssicherheit massiv erhöht wird ( .7x höher als bei Freileitungen, Schweizer Höchstgericht), sondern auch die Trassenlänge um ca. die Hälfte verkürzt werden kann. Somit ist auch eine Kabel-Lösung insgesamt nicht teurer als eine Freileitung.

Buchempfehlung: "Erdkabel für den Netzausbau" von Prof. H. Brakelmann und L. J. Jarass (ISBN 978-7481-2103-9).


Franz Köck, 5421 Adnet

Aufgerufen am 26.11.2020 um 09:00 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/das-erdkabel-die-salzburgleitung-77000020

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