Leserbrief

Das Feilschen ums Geld im Herbst

Ein lustiges Völkchen, diese Lohnverhandler, sagen, es gäbe "keine großen Diskussionen über die Höhe der Inflation", freilich nicht, weil im Euroraum die Inflation mit 1,9 Prozent für alle Eurostaaten verbindlich vorgegeben sei, wohl der Sinn der Währungsunion.
Bloß, kein Staat hält sich daran - vielleicht mit Ausnahme Frankreichs.
Und diese Inflationsvorgabe wird bei Lohnverhandlungen schlagend mit der Formel: Produktivitätszuwachs, vielleicht 3,5 Prozent, plus Inflation von 1,9 Prozent ergibt den Lohnzuwachs, in diesem Fall nun 5,4 Prozent. Allein diese Formel wäre fair. Wie hoch war eigentlich der Produktivitätszuwachs im letzten Jahr?
Österreich, wie übrigens Deutschland auch, lebt seit Jahren unter seinen Verhältnissen, die unselbstständig Beschäftigten bekommen nicht den Lohn, der ihnen zusteht. Noch was: Steigen die Löhne, steigen die Preise, ein ursächlicher Zusammenhang.

Theodor Arbeiter, 8061 St. Radegund bei Graz

Aufgerufen am 15.10.2019 um 11:39 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/das-feilschen-ums-geld-im-herbst-61234189

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