Leserbrief

Das Inferno im Tauerntunnel - eine vermeidbare Tragödie

Wenn sich der Verkehr einer durchgehend vierspurigen, stark frequentierten Nord-Süd-Verbindung durch den Flaschenhals einer zweispurigen Tunnelröhre zwängen muss, so steigt das Unfall-Risiko - und "war die Tragödie im Tauerntunnel vielleicht nicht vorhersehbar, aber zu befürchten", so die SN kurz nach dem Unglück in einem ersten Leitartikel.

Die zweite Tunnelröhre, die diesen und unzählige andere durch diese Engstelle verursachte leichtere Unfälle wohl verhindert hätte, war von Anfang an geplant, wurde aber schubladiert, weil die zuständigen Politiker angesichts militanter Gegner - Anrainer, lokale Politiker, Grüne und Umweltbewegte - den Schwanz einzogen.

Gerade in Salzburg rotten sich gegen (fast) jedes größere Projekt Anrainer und "besorgte Bürger" - oft von "engagierten" Anwälten beraten - zusammen, auch wenn klar sein muss, dass sie es zwar verzögern, schlussendlich aber nicht verhindern können. So war es beim Salzach-KW Lehen und ist es aktuell bei der 380-kV-Leitung.

Helmut Hintner, 5020 Salzburg

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