Leserbrief

Das Neutor früher und heute

Die große Verkehrserrungenschaft in der Mitte des 18. Jahrhunderts in Salzburg war der Durchstich durch den Mönchsberg. Fürsterzbischof Sigismund von Schrattenbach, nicht Siegmund, öffnete die Stadt nach dem Westen des Landes. Warum nannte man es Sigmundstor, wenn der Bauherr Sigismund hieß?
Vor ca. 100 Jahren hat man das Tor erweitert. Es wird Neutor genannt. Hatten damals schon Bürger keine Freude damit? Man wollte den Bauherr verschweigen? Der Auftraggeber hat sich sicher in der Domkrypta umgedreht. Nun wollen ein paar Politiker das Tor als Fußgängertor und Obus Durchfahrt umwidmen. Padutsch Tor, steht ironisch in der Lokalausgabe der SN. Nun, die Namensgebung würde dann passen? Es lebe der große Kreisverkehr in der Stadt Salzburg! Es lebe das Navi! Als nächstes kommt die Stadtbrücke an die Reihe? Früher nannte man sie Staatsbrücke, weil die B 1 darüber führte. Vor 100 Jahren war ein Kapuzinerberg Tunnel geplant! Die Vogelweider Straße hieß Fürstenstraße. In der Schallmos standen nur ein paar Bauernhöfe. Einmal in der Woche gab es dort den Rinder Markt! Es gab einmal eine Stadt Schilda!

Theo Luigs, 5023 Salzburg Gnigl

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