Leserbrief

Das stinkt ja zum Himmel

Ich bezeichne mich keineswegs als Pferdeliebhaber, aber es ärgert mich, dass man jetzt wieder einen Sündenbock gefunden hat, den man auf (un)bequeme Art und Weise loswerden möchte.
Wenn man so durch Salzburg schlendert, steigen einem ganz andere, weitaus üblere Gerüche als die eines oder mehrerer Pferde in die Nase. Beißender Kanalgeruch, ranziges Küchenfett, Autoabgase, Zigarettengestank und menschliche Kotze sind nur einige davon.
Wie oft werden die Gassen und Plätze vor allem nach Brauchtumsveranstaltungen beschädigt und verunstaltet, von rotzenden, kotzenden und spuckenden Mitmenschen! Die Tschickstummel liegen zuhauf am Boden. Wenn es gar nicht mehr geht, übergibt man sich an der nächsten Häuserecke. An den Fassaden rinnen nicht nur einmal Urinlacken teils tierischer, teils menschlicher Natur auf die Gehsteige. Es wäre empfehlenswert, erst mit der Umerziehung der Menschen zu beginnen, bevor man auf die Fiaker und deren Pferde losgeht. Die Fiaker gehören zu Salzburg. Das war immer so und soll auch so bleiben.

Daniela Pichler, 5324 Hintersee

Aufgerufen am 01.12.2020 um 04:30 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/das-stinkt-ja-zum-himmel-61575409

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