Leserbrief

Das Thema "Menstruation" ins Bewusstsein rücken

Herzlichen Dank, dass Sie dieses Thema ins Bewusstsein rücken. Ich habe eine wahre Leidensgeschichte hinter mir und meine Tochter ist noch mittendrin.
Unzählige OPs gegen Endometriose, Zysten, Adnexitis machten das Leben als Angestellte mühsam. Manchmal ließen sich die Beschwerden mit Schmerzmitteln erträglich machen, aber manchmal waren die "Tage" so schwarz, dass es mir nicht mal gelang, für die Tochter eine anständige Suppe zu Wege zu bringen. Und ich gestehe, einmal wusste ich mir in meiner Verzweiflung nicht mehr anders zu helfen, als zu einer illegalen Droge zu greifen. Da das Jahrzehnte her ist, wird das ja nicht mehr relevant sein.
Dass ich mir, um endlich vom Martyrium erlöst zu sein, auch den zweiten Eierstock entfernen ließ, habe ich mit schwerer Osteoporose bezahlt. Das heißt etwa, ein Rippenbruch beim Wecker-Abdrehen, indem ich mich über die Bettkante beugte.
Ihr Artikel hat mir erst bewusst gemacht, wie vielen Frauen es ähnlich geht. Im Interesse all dieser wünschte ich mir mehr Verständnis dafür. Als ich jung war, hatte Endometriose noch nicht einmal einen Namen. Es waren halt einfach Regelbeschwerden.

Monika Rammer, 5400 Hallein

Aufgerufen am 25.10.2020 um 09:53 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/das-thema-menstruation-ins-bewusstsein-ruecken-68698654

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