Leserbrief

Das Wirtshaussterben im öffentlichen Bewusstsein?

Zum Artikel "Hilfe für das Wirtshaus" in den SN am 14. 5. 19:
Dass mit dem rasanten Rückgang unserer bodenständigen Wirtshäuser am Land und in der Stadt (Beisel) - aber auch der Heurigen - ein beträchtlicher Teil unserer Ess- aber auch Kommunikationskultur ebenso rasant zurückgeht, dringt leider nicht ins öffentliche Bewusstsein. Bald werden wir nur noch fabriksmäßig vorgefertigtes Essen in sterilen, aber eben "trendigen", wartesaalartigen Räumen vorgesetzt bekommen.
Branchensprecher Mario Pulker meint im Artikel, dass Allergenverordnung und Registrierkassenpflicht auf das Zusperren der Wirtshäuser "wie ein Turbo gewirkt haben". Man hört es nicht gerne, aber ein ebensolcher "Turbo" - vor allem auf dem Lande - war das von der damaligen Regierung ausgesprochene totale Rauchverbot. Viele Wirte hatten kurz davor für die Trennung von Raucher und Nichtraucher investiert. Jedenfalls stammten alle diese "Reformen" vom "Wirtschaftsexperten", Vizekanzler Reinhold Mitterlehner. Daran sei gerne noch einmal erinnert...

Dr. Fantur Alf Gerd, 1030 Wien

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