Leserbrief

Der Amtsschimmel in Salzburg

Achtung Stadt Salzburger! Der Amtsschimmel aus dem Mirabellschloss reitet nicht etwa durch Nacht und Wind, nein er galoppiert durch die Schranne, die Josefiau und an das Salzachufer.

So quasi über Nacht muss das Wein-Amt die Ausschank einstellen, der Inhaber hat nicht einmal Gelegenheit, seine eingelagerten Weine abzuverkaufen. Eine jahrelang ignorierte Markt-Vorschrift wird zur überfallsartigen Schließung des von vielen Marktbesuchern geschätzten Wein-Amtes vorgeschoben.

Auch ohne Vorwarnung werden dutzende Bäume in der Josefiau geschlägert und kreuz und quer über die beliebte Bikerstrecke liegen gelassen. Auch eine bisher anstandslose Freizeitfreude für viele Kinder und Biker. Einfach weg. Heftige Proteste lassen aber Bürgermeister Preuner umgehend ausrücken und er verspricht den Weiterbestand der Bikestrecke.

Als Drittes fällt nun der ebenfalls sehr beliebte Kunstmarkt am Salzachkai der Amtsschimmelei zum Opfer. Jeder, der diesen vielseitigen und qualitätsvollen Markt, wird sich angesichts des Raumes, der zur Verfügung steht, nur wundern, dass hier die noch bestehenden wenigen Corona-Bestimmungen nicht eingehalten werden könnten. Das besondere Tragische ist, dass mit dem Verbot hunderte Existenzen in der ohnehin schwer getroffenen Kunstszene gefährdet werden.

Es scheint, manchmal müsste dem Amtschimmel doch Zügel angelegt werden.

Rudolf Ratzenberger, 5020 Salzburg

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