Leserbrief

Der Ausverkauf der Heimat geht weiter

Fritz Messner trifft in seiner Kolumne das Thema Immobilien-Roulette auf den Punkt (SN vom 18. März).

Seit Jahren verzeichnen wir in Salzburg einen Rekordanstieg der Immobilienpreise, die Private, darunter viele Ausländer, zur Geldanlage und zu Spekulationen nutzen. Dabei werden diese Wohnungen oft nicht einmal vermietet, sondern bleiben leer stehen. Wie bei uns in Österreich am Beispiel Kitzbühel und vielen anderen Orten hat das zur Folge, dass junge Einheimische sich weder Grundstücke noch Wohnungen in diesen Orten leisten können und daher oft zur Abwanderung gezwungen sind.

Wie Herr Messner am Beispiel von Mallorca schreibt, hat die Politik dort verstanden, das aus dem Ruder gelaufene System durch lokalpolitische Maßnahmen zu regulieren. Und was passiert in Österreich? Kurze Diskussionen und Aufregungen, danach geht alles weiter wie bisher. Der Ausverkauf der Heimat beschert uns im Alpenraum immer häufiger Chaletdörfer, von denen die Bauträger und Immobilienhändler profitieren, nicht aber die ortsansäßige Bevölkerung, um deren Interessen es aber vorrangig gehen sollte!

Wie lange soll dieses unrühmliche Spiel noch weiter gehen, bis die Verantwortlichen erkennen, dass wir Grund und Boden nicht wie eine Ware verkaufen können? Grund und Boden ist ein wertvolles Gut, das sich nicht vermehrt und daher für nachkommende Generationen erhalten bleiben soll!

Es ist höchste Zeit, dass die Politik diesem Treiben Einhalt gebietet.

Christa Wörndl, 5020 Salzburg

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