Leserbrief

Der Bauer als Depp der Nation

Es ist zu hoffen, dass die nächste Instanz den Bauern frei spricht, denn sonst gibt es drei Lösungen:
1) zu den schon vorhandenen Zäunen kommen neue Zäune dazu. Das kostet die Bauern Geld und Arbeitskraft - unsere hochgeschätzte "Wegefreiheit" in den Bergen wird weiter eingeschränkt.
2.) kein freilaufendes Weidevieh mehr auf unseren Wiesen und Almen. Damit keine hellgrünen und frischen Almwiesen, weil sie nicht mehr beweidet noch gemäht werden. Das Vieh bleibt im Stall, die "Almo"- Fleischbetriebe müssen sich einen neuen Werbeslogan einfallen lassen.
3.) Unsere ohnehin genügend belasteten Bauern pfeifen auf das Bauernleben und geben auf.
Mir gefällt keine der drei Lösungen. Ich bin seit Jahren mit meinem Hund in Weidegebieten unterwegs gewesen, im Notfall hätte ich ihn bei einem Kuh-Angriff von der Leine lassen können, ohne dass er abgehauen wäre, habe Mütterkühe weitläufig umgangen und war immer vorsichtig.
So hoffe ich, dass bei aller Tragik des Geschehens und allem Mitleid mit dem Ehemann der Getöteten das Fehl-Urteil revidiert werden wird.


Horst-Sigbald Walter, 8700 Leoben

Aufgerufen am 30.10.2020 um 10:50 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/der-bauer-als-depp-der-nation-66319123

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