Leserbrief

Der Fall Khashoggi und das Gewissen

Ein saudi-arabischer Regimekritiker wird in der Türkei in das Konsulat seines Landes gelockt, dort - höchstwahrscheinlich - gefoltert und regelrecht "hingerichtet". Und die intern. Reaktion darauf? Empörung und Protestnoten aus aller Welt. Aber das ist es dann schon. Vor weiteren konsequenten Maßnahmen schrecken die sogenannten zivilisierten Staaten zurück. Zu sehr ist man wirtschaftlich und finanziell mit den reichen Ölstaaten vernetzt. Also geht man wieder zur Tagesordnung über, so nach dem Motto "Business as usual". Das stimmt nachdenklich. Und da fällt einem ein englischer Songtext aus den 80er-Jahren ein: "Money is the picture of this crazy world." Zu Deutsch: Das Geld ist das Gesicht dieser verrückten Welt. Und das internationale Gewissen hängt, im wahrsten Sinne des Wortes, zwischen den Erdölpipelines.

Andreas Stemberger, 9962 St. Veit

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