Leserbrief

Der Finanzskandal - der Swap-Prozess

Eine hoch intelligente und äußerst kreative Akademikerin im Dienste des Landes hat, unter der Leitung eines jetzt rechtskräftig verurteilten, für diesen Posten nicht unbedingt prädestinierten aber System kompatiblen Finanz Hofrates, mit Steuergeld spekuliert. Solange das vermeintliche Finanzgenie herzeigbare Erträge kreiert hat, war es der Star, der Liebling der Politik. Kaum hat sich das Blatt gewendet, hat sich die Politik schäbigst an ihr abgeputzt.

Bei all diesen Spekulationsgeschäften war die Politik offensichtlich von der Gier getrieben und leider nicht vom Hausverstand geleitet. Man muss kein gelernter Banker sein, um zu erkennen, dass überproportional hohe "Erträge aus Zinsgeschäften", die nicht von der jeweiligen Zinsen Landschaft, Zinskurve ableitbar sind, "Prinzip Hoffnung" bzw. Risiko bedeuten!

Hat der zuständige Rechnungshof dieses doch beträchtliche Spekulations-Portfolio überhaupt geprüft? Wenn ja, warum gab es keinen Aufschrei? Könnte da vielleicht der Eindruck entstehen, Hilflose haben Ahnungslose geprüft?

Der Rechtsstaat funktioniert, die Politik steht nicht über dem Gesetz. Die Justiz arbeitet in dem Tempo, welches die budgetäre Ausstattung zulässt. Kompliment an die vorsitzende Richterin Anna-Sophia Geisselhofer, Respekt, Hochachtung. Völlig daneben war hingegen der (noch!) vom p. t. Steuerzahler bezahlte Verteidiger des Ex-Bürgermeisters. Offensichtlich auch wegen enden wollender Sachargumente hat er Frau Geisselhofer persönlich angegriffen, er hat ihre Kompetenz angezweifelt. Einfach letztklassig und frauenfeindlich!

Mag. Hans Georg Hollick, 5026 Salzburg

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