Leserbrief

Der Fußgänger als Freiwild

Ich weiß, dass ich nicht der Erste und werde auch nicht der Letzte sein, der sich über rüpelhafte Radfahrer beschwert. Aber weil es diesmal schon sehr krass war, schreibe ich den Vorfall. Auf dem Weg von der Uni am Rudolfskai, bis vorbei an der Polizeistation, zum Hanuschplatz wurde ich von sechs Radfahrern, einige davon mit Mountainbike, auf dem Gehsteig im rasenden Tempo, natürlich ohne Klingelzeichen,
überholt. Pikant finde ich, dass auf dieser ganzen Strecke ein gut ausgebauter Radweg vorhanden ist. Die Benützung des Gehsteiges und das gemeingefährliche Durchsausen zwischen den Fußgängern anscheinend den besonderen Reiz für diese jungen Radraser ist. Als Fußgänger kommt sich als Freiwild vor. Als Steuerzahler habe ich kein Verständnis, dass Millionen für Radwege ausgegeben werden. Und die
Kennzeichenpflicht für Radfahrer ist angesichts der zunehmenden Disziplinlosigkeit auch wohl notwendig.


Rudolf Ratzenberger, 5020 Salzburg

Aufgerufen am 20.10.2020 um 07:14 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/der-fussgaenger-als-freiwild-68940955

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