Leserbrief

Der Irrglaube um die Förderungen

Zum Artikel "Mountainbiker starten Trotzaktion" vom 4. Juni 2019:

In diesem Artikel wird die generelle Freigabe von Forststraßen für Mountainbiker gefordert, da solche Projekte mit Mitteln der Allgemeinheit, also Förderungen, unterstützt werden. Dass Förderungen jedoch kein Geschenk, sondern mit behördlichen Auflagen verbunden sind, um ein qualitativ hochwertiges Endprodukt, sei es in der Landwirtschaft, im Baugewerbe oder bei Schutzbauten, zu erzeugen, wird dabei völlig unbeachtet gelassen. Viele Projekte sind ohne Förderung nicht realisierbar. Es ist völlig unverständlich, warum speziell im Bereich der Land- und Forstwirtschaft immer wieder ein allgemeines, uneingeschränktes Nutzungsrecht gefordert wird, handelt es sich hier doch um die Betriebs- und Einkommensgrundlage einer Berufsgruppe.

Auch andere geförderte Produkte und Objekte können nicht einfach allgemein uneingeschränkt benutzt werden (Wohnungen, Parkplätze, Betriebe etc.).

Dass Grundeigentümer auch noch für Unfälle von Wanderern und Mountainbikern haftbar gemacht werden können, und dies in der Praxis auch geschieht (siehe Kuhattacke in Tirol), lasse ich hier als weiteres Gegenargument einfach so im Raum stehen.

Wolfgang Seiwald, 5440 Golling

Aufgerufen am 22.05.2022 um 04:48 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/der-irrglaube-um-die-foerderungen-71616538

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