Leserbrief

Der neue Rektor der Universität Salzburg

"Kommt ein Mann zum Arzt …" - so beginnen häufig schlechte Witze. Der Unirat hat einen besonders schlechten hinzugefügt. "Kommt ein Mann zum Arzt. Sagt der Arzt: Tut leid, hab" keine Zeit, bin jetzt neuer Rektor der Uni Salzburg." Einen Arzt zum Rektor einer Universität zu machen, die gar keine Medizinische Fakultät besitzt und dank der Neugründung in Linz auf absehbare Zeit auch keine solche Fakultät bekommen wird, ist ein Schildbürgerstreich sondergleichen. Dass dessen "Ich kenne Salzburg" sich nach eigenen Auskünften auf Festspielbesuche beläuft, scheint den Unirat nicht zu stören. Ganz im Gegenteil: Dessen Mitglieder hätten einen beliebten erstgereihten Kandidaten aus dem Hause, hinter dem auch mehrheitlich der Senat der Universität stand, viel mehr zu fürchten als einen norddeutschen Salzburg-Besucher, der weder mit den österreichischen Gepflogen- noch Salzburger Besonderheiten auch nur annähernd umzugehen weiß und den man als politische Marionette wird instrumentalisieren können. Wären nicht rund 18.000 Menschen betroffen von dieser absoluten Fehlentscheidung eines parteigelenkten Unirats, könnte man dessen Vorsitzendem Herrn Lienbacher statt Herrn Gabalier den Valentins-Orden verleihen.


Georg Meier, 5020 Salzburg

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