Leserbrief

Der Stau auf dem Gaisberg

Immer wieder lesen wir über den "Stau am Gaisberg", wie auch diese Tage am vergangenen Wochenende. Laut einer Statistik ist der Gaisberg angeblich der meistbefahrene Berg der Alpen. Aber muss es denn immer das Auto sein?
Eine Sperrung des Gaisbergs für den Autoverkehr ist sicherlich eine prima Idee, nur eine unvollständig gedachte, wenn man dieses Unterfangen nur von der Zistelalm an bedenken will. Nicht auszudenken, was für eine Autolawine und was für ein Chaos dann bei der Zistel entstehen würden.
Steht man vor dem Rest der Zahnradschienen, die an der Zistel liebevoll aufgestellt sind, erwandert man die alte Zahnradtrasse, hört man die alten Geschichten von den Skiliften, die hier einst noch existierten; bedenkt man dann die heutigen Diskussionen über den Wert von Naherholungsgebieten, Abgasskandal, Feinstaub etc., weiß man um die Tausende von Radfahrern und Wanderern, die sich den Gaisberg erarbeiten, darf man wohl zu dem Schluss kommen, dass der proaktive Abbau der Zahnradbahn zum Wohle des individuellen Autoverkehrs in den 30er-Jahren eine Katastrophe war. Und ganz besonders aus heutiger Sicht.
Wäre es nicht fortschrittlich und mutig und dem Jahr 2019 angemessen, den Salzburgern und ihren vielen Naturliebhabern (und Touristen) den Gaisberg als Naturjuwel zurückzugeben, Parkplätze am Fuße des Bergs in Vorderfager und Guggenthal zu erweitern und einen (elektrischen) gut frequentierten (!) Busverkehr einzurichten - von einem Wiederaufbau einer Bahn (ob Zahnrad oder Gondel) ganz zu schweigen? Was für ein Projekt - was für ein Traum. Eine solche politische Diskussion wäre wünschenswert und wertvoll. Auch interessant: https">www.sn.at/wiki/Gaisbergbahn">https://www.sn.at/wiki/Gaisbergbahn


Claus Ulrich Bader, 5061 Elsbethen

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