Leserbrief

Der Wald braucht mehr Pflege


In der breiten Öffentlichkeit hat man dankbar erkannt, welche bedeutende Rolle der bäuerlichen Bewirtschaftung unseres Landes zukommt. Wenn auch die landwirtschaftlichen Betriebe in erster Linie ihre Rentabilität im Auge haben müssen, so ist dennoch die Erhaltung der bäuerlich geprägten Kulturlandschaft mehr als ein erwünschter Nebeneffekt und von jedermann geschätzt.
Gleiches kann man von unseren Wäldern leider nicht sagen. Den Österreichischen Bundesforsten als größtem heimischen Waldbesitzer sind mehr als 500 000 ha Wald anvertraut, deren Bewirtschaftung sicher eine immense Herausforderung darstellt. Aber die derzeitige Strategie mit dem Fokus auf Gewinnmaximierung ist zunehmend in Frage zu stellen. Der Wald wird in unseren Tagen mehr und mehr als Erholungsraum gesehen, eine Tatsache, der mit der herkömmlichen Praxis der Personalreduktion und der Ausdünnung der Fachleute vor Ort (Förster, Waldfacharbeiter) nicht entsprochen wird. Für die nachhaltige Bewirtschaftung unserer Wälder sollte das momentane Kosten-Nutzen-Denken nicht sosehr im Vordergrund stehen, sondern der Pflege unseres Waldes mehr Augenmerk gewidmet werden.


Rudolf Laserer, 5620 Schwarzach im Pongau

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