Leserbrief

Des Menschen verträumtes Wesen

Erstaunlich sind doch all die Klagen und Vorwürfe jener, die sich über die veränderten und nachgebesserten Vorgaben und Einschränkungen bezüglich Covid-19 ärgern.
Wie viele Kinder wurden bisher gezeugt und zur Welt gebracht? Wie viele Monate konnte man sich darauf vorbereiten und auf wie viele Erfahrungen anderer konnte man bauen? Ja, sogar selbst war man ein Kind und kennt sich und seine Probleme doch am besten! Und dennoch: Wie viele Fehler werden da immer noch begangen? Wie häufig wird da nachgebessert? Wie häufig blickt man auf Momente zurück und denkt sich, da hätte ich doch anders handeln müssen/können? Daraus lernen wir … scheinbar wenig. Denn nun wird erwartet, bei einem Virus, das die Welt vor wenigen Monaten noch nicht kannte, sei alles klar - vom Verhalten übers Mutieren über die Reaktion im menschlichen Organismus bis hin zur Therapie. Und all das ohne jegliche Erfahrung.
Der Mensch. Ein verträumtes Wesen.

Judith Haudum, 5400 Hallein

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