Leserbrief

Die andere Seite ist auch zu hören …

Neben den sonstigen Ärgernissen bei dieser Notenkorrektur durch die Schulaufsicht stört mich besonders die Tatsache, dass Herrn Schnöll keine Möglichkeit geboten wurde, seine Argumente mündlich vor der entscheidenden Behörde darzulegen. Der andere Teil ist auch zu hören, das war ein Rechtsgrundsatz schon im römischen Recht - warum darf eine Behörde diesen so wichtigen Verfahrensgrundsatz ignorieren? Das wirft jedenfalls einen deutlichen Hinweis auf die "neue Qualität" im Schulwesen, an dem laufend herumgedoktert wird, auch auf organisatorischer Ebene. Arme Kinder im schulpflichtigen Alter … wir hatten es seinerzeit besser mit strengen Lehrern, die als Autorität anerkannt wurden von Eltern, die zur Kindererziehung mehr beigetragen haben, als es heute vielfach üblich ist. Man muss sich gegen solche neuen Entwicklungen wehren und darf nicht zulassen, dass gute Pädagogen durch Schreibtischtäter demotiviert werden.

Josef Schatz, 5020 Salzburg

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