Leserbrief

Die Banalisierung der Stadt

Prälat Neuhart setzt mit seinem neuen Buch ein tiefsinniges Zeichen gegen die Banalisierung der Stadt. Das ist auch dringend nötig angesichts derzeitiger Entwicklungen an der Universität: Das philosophische Institut an der theologischen Fakultät soll gestrichen werden; an der Altphilologie wird bis zur Unkenntlichkeit gekürzt - alles im Namen der "Effizienz".

Wer denkt an die Konsequenzen? Die Stadt braucht diese ihre geistigen Grundlagen, um sich selbst zu verstehen und um verstanden zu werden! Sonst droht ihr eine Zukunft als hübsche Belanglosigkeit. Darf man so mit seinem Erbe umgehen? - Falls solche Gedanken überhaupt innerhalb des Horizonts des derzeitigen Rektor(ate)s sind. Von dort wird verkündet, man sei "PLUS" - die "Paris-Lodron-Universität Salzburg" - vielleicht kann man dieses Wording der Realität anpassen: "MINUS" - "Mich-interessiert-nur-unser-Sparziel" - eine Katastrophe für das, was eine Uni sein soll!

Als Absolvent, der an der Uni noch einen anderen Geist kennengelernt hat - Hans Paarhammer, schau oba - verbleibe ich.

Propst Petrus Stockinger, 3130 Herzogenburg

Aufgerufen am 06.12.2020 um 12:06 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/die-banalisierung-der-stadt-93280864

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