Leserbrief

Die Bayerischen Grenzkontrollen

Deutschland holt mehr als eine Million Menschen ins Land und als eine Partei dagegen auftritt und Wahlen anstehen führt die "Bayerische Staatsregierung" Grenzkontrollen ein. Ein Minister reist nach Salzburg, um uns mit einem Lächeln zu "erklären", das immer mehr Verbrecher unkontrolliert nach Deutschland einreisen. Er teilt uns ferner mit solange die europäischen Außengrenzen nicht geschützt werden, seien Kontrollen einfach notwendig. Nun ist ja bekannt, dass die BRD zu den größten Waffenproduzenten der Erde zählt und es ist daher eigenartig, dass unter anderem auch mit dieser hochgerüsteten Armee die Außengrenzen nicht kontrolliert werden können! Dies ist die eine Seite der Medaille. Die andere Seite sind wir unmittelbar Betroffenen. Die kilometerlangen Staus auf unseren Straßen sind nicht nur wirtschaftlich ein großes Problem. Die Auswirkungen auf unsere Umwelt sind enorm und nicht mehr vertretbar. Die Bemühungen um unsere Naturschutzgebiete und die Reinhaltung der Luft u.a., um den Untersberg, Latschenwirt bis Golling und die Belastungen der Durchfahrten in unseren Orten und Dörfern, werden durch die Abgase der Fahrzeugkolonnen damit zunichte gemacht. Nun eine Forderung in Güte. Wenn die Bayerischen Nachbarn unbedingt Grenzkontrollen brauchen, müssen diese Kontrollen zehn Kilometer hinter der Bayerischen Grenze bewerkstelligt werden. Die Abfahrten Anger und Piding sind leicht kontrollierbar. Die Bayerische Staatsregierung kann dann die durch die Staus entstehenden Probleme, die wirtschaftlichen und die Umweltbelastungen, ihrer eigenen Bevölkerung erklären. Ein Abschieben der deutschen Probleme einfach auf uns Österreicher ist nicht mehr zu akzeptieren. Ein Minister aus Wien muss ebenfalls so schnell als möglich nach München oder Berlin reisen und unsere Interessen "nachdrücklich" und mit Hinweis auf die bestehende "Reisefreiheit in Europa erklären!"


Wolfgang Goffriller, 5020 Salzburg

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