Leserbrief

Die Behörde reagierte sofort

Es ist leicht, sich über Politik und Verwaltung zu ärgern. Und gerade auf Bundesebene gibt es dazu ja auch immer mehr Grund. Umso mehr freut es mich, von einem positiven Erlebnis zu berichten.
Anfang September habe ich dem Verkehrs- und Straßenrechtsamt ein recht umständlich formuliertes E-Mail geschickt, in dem ich von einer Problemstelle im Fahrradverkehr berichtet habe. Es geht um den Radweg am Makartplatz, oben bei der Dreifaltigkeitskirche. Kommend vom Mirabellplatz Richtung Linzer Gasse quert man da eine Straße, auf welcher die Autos von unten kommen und links abbiegen, wobei sie beinah immer den Radweg abschneiden.
Schon zwei Tage später (!) hatte ich Antwort, in welcher ich zu einem Lokalaugenschein gebeten wurde. Dort war ich, mit vier Beamten und einem Polizisten, die alle äußerst höflich und kompetent waren. Gemeinsam haben wir überlegt, wie das Problem zu lösen wäre, und ja, sogar ich durfte einen Vorschlag beisteuern, der zu Protokoll genommen wurde. Dieses Protokoll habe ich jetzt auch noch zugemailt bekommen, mit dem Vermerk, dass sich darum gekümmert wird.
Ich finde das ganz großartig und bin sehr dankbar, so ernst genommen zu werden. Vielleicht ist es also gar nicht nötig, sich so viel zu ärgern und zu beschweren. Vielleicht ist es viel besser, selbst Dinge zu ändern und mitzugestalten. In Salzburg wird einem das leicht gemacht.

Nikola Jaritz-Rudle, 5020 Salzburg

Aufgerufen am 05.12.2020 um 10:31 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/die-behoerde-reagierte-sofort-76838857

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