Leserbrief

Die Erfahrung der Stille nutzen

Mit dem Ausbruch des Coronavirus ist am Salzburger Flughafen Ruhe eingekehrt. Von einem Tag auf den anderen haben Spatzen und Amseln die Lufthoheit übernommen und erfreuen die vom Lärm geplagten Anrainer mit ihrem fröhlichen Zwitschern. Unbesorgt lassen sich Balkon und Garten genießen, völlig entspannt dürfen wir in den meist wolkenlosen Himmel blicken. Was für ein Geschenk!

Die lärmenden Hobbyflieger, die bis Anfang März unablässig ihre Runden drehten, haben dem Virus Tribut gezollt und sind bis auf weiteres an den Boden gefesselt. Wie lange noch?

Wäre es in dieser Zeit der uns unverhofft geschenkten Stille nicht angemessen, auch darüber nachzudenken, wie das Miteinander von Anrainern und Hobbyfliegern rund um den Salzburger Flughafen im Interesse beider Seiten neu zu organisieren wäre? Die Anliegen einer sportlich ambitionierten Minderheit nicht außer Acht lassend, sollte dabei vor allem den Bedürfnissen der von diesem Freizeitvergnügen betroffenen Menschen nach Ruhe und Gesundheit mehr Augenmerk geschenkt werden.

Guten Willen vorausgesetzt, ließen sich - idealerweise begleitet von professioneller Mediation - Vereinbarungen treffen, die den Interessen beider Seiten gerecht werden. Damit wäre allen geholfen. Nach Corona, so heißt es, wird nichts mehr so sein wie es vorher war. Hoffen wir das Beste!

Walter Spielmann, 5071 Wals

Aufgerufen am 29.09.2020 um 04:51 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/die-erfahrung-der-stille-nutzen-86758075

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